Reiki-Heilung durch Handauflegen

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Das Interesse an alternativen Heilmethoden ist in der westlichen Welt in den letzten Jahren deutlich gestiegen. Dies liegt nicht zuletzt darin begründet, dass immer mehr Menschen der klassischen Schulmedizin misstrauen. Immerhin ist bereits jeder Vierte alternativen Heilmethoden gegenüber aufgeschlossen. Reiki steht hoch im Kurs, doch obwohl viele schon einmal davon gehört haben, wissen die wenigsten, was genau es damit auf sich hat.

Dennoch: Im Rahmen einer Erhebung des Meinungsforschungsinstituts IfD Allensbach bekundeten 7 % der Befragten ein Interesse an der uralten Heilkunst. Worin unterscheidet sich Reiki von anderen esoterischen Behandlungsmethoden und wie kann man es erlernen?

Jeder kann Reiki anwenden

Reiki hat seinen Ursprung in Tibet, Ende des 19. Jahrhunderts wurde es von dem Japaner Mikao Usui wiederentdeckt und weiterentwickelt. Das Wort Reiki setzt sich zusammen aus den Wörtern „rei“, was so viel wie universelle Energie bedeutet, und „ki“, was für die individuelle Energie steht, die jedes Lebewesen besitzt. Beim Reiki wird nur mit den Händen gearbeitet, die an bestimmten Körperpunkten aufgelegt werden und heilende Wirkungen zeigen sollen.

Der Reiki-Therapeut fungiert dabei als sogenannter „Channel“, d.h. als Kanal; er überträgt die universelle Energie auf den Körper, den er behandelt. Reiki soll unter anderem Blockaden lösen und die Selbstheilungskräfte aktivieren. Ähnlich wie das klassische „Channeling“ funktioniert auch Reiki mittels eines Mediums, das beim Channeling allerdings Nachrichten aus dem Jenseits von Engeln oder Verstorbenen empfängt. Die Übertragung erfolgt bei Reiki- und Channeling-Beratungen meist persönlich, sie kann aber auch über das Telefon bzw. über einen Chat stattfinden, der auf Webseiten wie Viversum angeboten wird.

Reiki erlernen kann theoretisch jeder. Allerdings wird die Reiki-Technik seit jeher in einem persönlichen Einweisungsverfahren vom Lehrer zum Schüler weitergegeben; aus Büchern lässt sie sich nicht erlernen. Beim Reiki kann man insgesamt drei Grade erlangen, die Inhalte werden üblicherweise in Wochenendseminaren vermittelt.

  1. Grad: Der in jedem Menschen vorhandene „Reiki-Kanal“ wird gereinigt. Nach Abschluss kann man Reiki bei sich und anderen anwenden.
  2. Grad: Erhöhung des Energieniveaus, Erlernen von erweiterten Techniken, Behandlung der Mentalebene, Fähigkeit zur Fernbehandlung.
  3. Grad: „Meistergrad“, Fähigkeit zur Einweisung von anderen.

Wissenschaftliche Belege fehlen

Wie nahezu alle alternativen Heilmethoden ist auch Reiki umstritten und wird von der Schulmedizin abgelehnt. Der Grund sind fehlende Nachweise über die medizinische Wirksamkeit der Reiki-Methode. Doch vielen scheint das Heilverfahren zumindest subjektiv zu helfen. Erklären lässt sich dies mit dem Placeboeffekt, d. h. mit der bloßen Erwartungshaltung des Patienten. Zudem wird die Behandlung durch das Auflegen der Hände häufig als sehr angenehm empfunden, da sich die Muskeln entspannen.

Im Gegensatz zu anderen alternativen Heilungsmethoden ist Reiki außerdem als weniger kritisch einzustufen, denn die Behandlung an sich ist „harmlos“. Nur wenn Menschen bei ernsthaften Erkrankungen die Schulmedizin ablehnen und Reiki als alleinige Therapie zum Einsatz kommt, kann dies negative Folgen haben, vor denen eindringlich gewarnt wird.

Eine Reiki-Behandlung sollte daher immer nur als Ergänzung zur klassischen Medizin verstanden werden.

Bildrechte: Flickr manos reiki alfonso.saborido CC BY 2.0 Bestimmte Rechte vorbehalten

 

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