30 Jahre Mauerfall: Von jenen, die den Krieg doppelt verloren haben

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Alte DDR-Ansichtskarten

Ausgerechnet im 30. Jahr nach dem Mauerfall ist Deutschland gespalten wie nie. Der Tag der Deutschen Einheit fällt in eine Zeit, in der die Stimmung im Land aufgeheizt ist und die politischen Lager extrem auseinander gedriftet sind.

Den meisten Ostdeutschen kommt ihr Leben aktuell vor wie ein schlechter Film.

Seit dem Mauerfall Angriff auf Werte der Ostdeutschen

So gut wie alle Werte, die sie sowohl in der DDR als später auch im vereinigten Deutschland lebten, werden auf einmal angegriffen, verächtlich gemacht oder verspottet.

Starke Heimatliebe – ein Wesensmerkmal vieler Ostdeutscher – wird mit Rückständigkeit etikettiert, Kritik am derzeitigen System als Undankbarkeit ausgelegt und die Tatsache, dass der Großteil der Ostdeutschen in ungebildeten Afrikanern, frauenverachtenden Arabern und eingereisten IS-Terroristen KEINE Bereicherung sieht als „rechts“, „rechtsextrem“ oder „Nazi“ gebrandmarkt.

30 Jahre nach der Wende gibt es eine nie dagewesene Diffamierung der Ostdeutschen

Um so diffamiert zu werden, reicht auch schon mal die deutsche Flagge im sächsischen Vorgarten.

Jene, die derartig diskriminierend agieren und mit dem Finger auf ostdeutsche Bürger, die einfach nur den ganz normalen gesunden Menschenverstand einschalten, zeigen, sind nicht selten DIE Westdeutschen, die sich nach der Wende – oft durch mafiös anmutende Kungelei – gut dotierte Posten in den neuen Bundesländern angelten und mancherorts bis heute Freunde oder Verwandte mit attraktiven Jobs versorgen.

Wessis im Besitz fast aller Nobel-Immobilien im Osten

Diese Menschen leben überdurchschnittlich oft in ostdeutschen Nobelvierteln und haben sich in Dresden auf dem „Weißen Hirsch“ ebenso breit gemacht, wie in schönen Bädervillen der ersten Strandlinie in Binz. Nicht umsonst sagte mal der Kabarettist Uwe Steimle, dass die Einheit erst vollzogen ist, wenn der letzte Ossi aus dem Grundbuch gelöscht ist.

Aus ihren Palästen heraus frönen diese Leute oftmals ihrer Arroganz gegenüber jenen, in deren Gebiet sie sich breit gemacht haben wie die Sch(m)eißfliegen.

Ostdeutsche haben gutes Gespür für Recht und Unrecht

Und sie sind ganz vorne mit dabei, wenn die Einheimischen in ihrer Heimat dafür sorgen wollen, dass Recht auch Recht bleibt. Und sich zum Beispiel dagegen verwahren, dass ihr Umfeld mit Fremden geflutet wird, die zwar nicht arbeiten, aber Frauen begrapschen, Kassiererinnen bedrohen oder Mitbürger messern. Und durch die auf Dauer so gut wie jede deutsche Ortschaft zum Brennpunkt verkommt, wenn sie sich dort in Massen niederlassen.

Unzählige ostdeutsche Demonstrationen, Bürgerinitiativen und Aktivisten gibt es seit wenigen Jahren, die diesem – zumeist ungesetzlichen – Treiben nicht zusehen wollen und ihre Meinung deshalb öffentlich kundtun.

Westdeutsche Bürger wollen im Osten oft die Zustände ihrer alten Bundesländer

Tun sie das auf den Straßen oder auf Märkten, sehen sie sich zumeist ganz rasch mit vielen Gegendemonstranten konfrontiert, die genau für das Gegenteil eintreten: Nämlich für die massenhafte Flutung des Landes mit „Flüchtlingen“ und die weitere Islamisierung deutscher Städte und Dörfer.

Diese Gegendemonstranten sind zumeist die, die nach der Wende ihre Koffer gepackt und ihre Zelte in Ostdeutschland aufgeschlagen haben, den gut bezahlten Job bombensicher. Während jene, die da für die Einhaltung des deutschen Rechts und der staatlichen Ordnung demonstrieren, ihre Jobs (nicht zuletzt an die Treuhand-Geier) verloren, schwingen sich die zugereisten Westdeutschen auf, ihre Lebensart als die bessere darzustellen. Bekanntlich aber sind es häufig verkrachten Existenzen und Leute, die es in Westdeutschland zu nichts gebracht haben, die nun meinen, ostdeutschen Bürgern etwas von Politik, Gesellschaft und Demokratie vorbeten zu können.

Unbeliebte Besserwessis

Diese – allgemein als „Besserwessis“ bekannte – Spezi, ist ostdeutschlandweit überall vertreten. Einer breiten Öffentlichkeit bekannt wurden manche von ihnen erst im Rahmen der Asylkrise, nach Merkels Amok-Gau 2015. Als sie sich nämlich aufschwangen, den Ostdeutschen die Flutung mit unintegrablen Fremden medienwirksam als DIE Bereicherung schlechthin verkaufen zu wollen.

In Sachsen sind das beispielsweise Pfarrer Wolff, Burkhard Jung und Annalena Schmidt. Wolf und Jung hatten und haben in Leipzig hohe Ämter inne und marschierten bereits bei Gegendemonstrationen gegen Bürger, die Merkels selbstherrlichen Akt von 2015 kritisieren, mit. Annalena Schmidt ist eine Refugee-Aktivistin, die es aus unerfindlichen Gründen nach Bautzen verschlagen hat, wo sie nun eifrig dabei ist, den Ossis dort ihr grüne und willkommensklatscherische Lebensart mit schmieriger Penetranz aufzudrängen.

Alle Genannten werden von vielen Ostdeutschen als extrem mediengeil und selbstdarstellerisch wahrgenommen – ein Charakterzug, der den Menschen in den neuen Bundesländern von jeher fremd ist. Auch deshalb sind die so oft vor Arroganz triefenden Wessis im Osten unbeliebt und werden gemieden. Zumindest im Privaten.

Öffentliches Leben im Osten dominieren Westdeutsche

Denn im öffentlichen Leben ist das gar nicht so einfach möglich, da so gut wie alle Behörden, Institutionen und maßgebliche Unternehmen von Westdeutschen geleitet werden. Diese haarsträubende Tatsache hat dieser Tage ausgerechnet ein Ostdeutscher, der einst noch im System der DDR integriert war, öffentlich thematisiert: Peter-Michael Diestel – der letzte Innenminister der Deutschen Demokratischen Republik. In einem Zeitungsartikel der BZ (Berliner Zeitung), der am 30. September 2020 auf berliner-zeitung.de erschien, konstatiert er die Tatsache des feisten Wessi-Filzes wie folgt:

„(…)Es gibt unter den 200 deutschen Botschaftern und den 500 Generälen nicht einen einzigen Ostdeutschen. Von 84 Universitäten und Hochschulen in Deutschland wird nicht eine von Ostdeutschen geleitet. In den ostdeutschen Landeshauptstädten kommen 90 Prozent aller Staatssekretäre, Abteilungsleiter, Hauptabteilungsleiter aus dem Westen, fast 100 Prozent sind es in Brandenburg. Nicht ein einziger Ostdeutscher ist in den Alt-Bundesländern Staatssekretär, Hauptabteilungsleiter, Minister. Wir haben fünf Oberlandesgerichte, die mit Altbundesdeutschen besetzt sind. Das ist verfassungswidrig.(…)“

Unter diesen Umständen müsste medial eigentlich jede Veranstaltung á la „Bautzen ist bunt“ (oder „Leipzig ist bunt, hier ist jeder beliebige ostdeutsche Ort einsetzbar) hinterfragt werden. Denn Aktionen dieser Art dürften zum Großteil von dahergelaufenen Wessis, im Zusammenspiel mit ideologisch verblendeten jungen, großstädtischen Ossis veranstaltet werden und kaum die Einstellung der Einheimischen widerspiegeln. Wehren die sich mit Gegenaktionen kommen Journalisten und Politiker mit den eingangs erwähnten Prädikaten („zurückgeblieben“, „rechts“, usw.) um die Ecke.

Dunkeldeutschland – diesen Begriff hat Gauck geprägt

Selbst Gauck hat sich als einstiger Bundespräsident am Ossi-Bashing beteiligt und die fünf neuen Bundesländer als „dunkles“ Deutschland gebrandmarkt. „Helldeutschland“ und „Dunkeldeutschland“ sind bis heute gängige Begriffe in der politischen Debatte.

Aber zurück zur vielbeschworenen Einheit der Deutschen: Diese wird – bedingt durch die derzeitige politische Situation – zur Farce. Schuld ist vor allem die Asylpolitik der Bundesregierung, die schon so vielen Deutschen das Leben oder die Versehrtkeit kostete, aber für deren Umkehr weder Merkel noch ein Großteil der Westdeutschen sind.

Platt und vereinfacht könnte man sagen: Für fast ganz Westdeutschland und die ostdeutsche Kanzlerin Angela Merkel sind vermüllte Hauptbahnhöfe, herumlungernde Ausländer-Gangs an öffentlichen Plätzen, Migrantengewalt in U- und Straßenbahnen, liederliche und heruntergekommene Innenstädte, mordende und grapschende Refugees, verhüllte Araberinnen, Kindergeld abzockende Osteuropäer und betrügende Familienclans „bunt und bereichernd“, während die allermeisten Ostdeutschen diese Zustände in ihrem Umfeld ablehnen.

Asylkrise leitete Spaltung der Deutschen ein – Corona verschärfte sie

Die Corona-Krise kommt noch oben drauf und haut eine weitere Kerbe in die bereits tiefe Spaltung. Hier ist vor allem die Maske im Fokus, die auch wiederum mehr Ossis abzulehnen scheinen als Westdeutsche. Der Ex-DDR-Bürger hat von jeher etwas gegen Maulkörbe jeder Art, während sich mancher gemeine Wessi als extrem obrigkeitshörig entpuppt. Ein Wesensmerkmal, das kurz nach der Wende ganz oft den Ostdeutschen zugeschrieben wurde. Wie sich die Zeiten doch ändern!

Und als wäre diese Spaltung noch nicht genug, lauern schon die Nächsten, die absurd daherreden, aber von den Medien gehypt werden. Nämlich die selbst ernannten DDR-Kenner. Oftmals Leute, die zwar in der DDR geboren sind, sie aber lediglich als Kind erlebt haben. In einem Zeitraum, in dem einem die fiese Fratze des Regimes noch weitestgehend verborgen blieb. Doch längst haben solche Menschen die Debatte gekapert und gerieren sich als Experten auf diesem Gebiet, bzw. werden von den Alt-Medien dazu gemacht. Hinzu kommen Migrationshintergründler, die die Ostdeutschen mit dahergelaufenen Migranten vergleichen.

Wohlstandsverwahrlosung schuld am wenigen Hinterfragen?

Dass die DDR-Bürger den Krieg doppelt verloren haben und 40 Jahre lang den Russen auf dem Buckel hatten, während im Westen mit dem Wirtschaftswunder eine goldene Zeit begann, wird viel zu wenig hinterfragt. Wer eben nie nach Obst anstehen und für seine Meinung in der Öffentlichkeit mit Gefängnis rechnen musste, ist wahrscheinlich auch gar nicht fähig, adäquat über die DDR zu referieren.

Wie viel Unwissenheit und Dummheit über die DDR herrschte und herrscht, konnte man als Ossi schon in den frühen 90igern beobachten, als so mancher Besserwessi den Ostdeutschen jovial fragte, warum er denn immer wieder den Honecker gewählt hat?

Aber zurück zur Gegenwart.

Wir sind der Osten

Die Erinnerungen der Frauenpanorama-Mädels passen manchen Ost-Aktivisten nicht

Aktuell werden einstige Bürgerrechtler wie Arnold Vaatz oder Vera Lengsfeld verächtlich gemacht oder diskriminiert. Hinzu kommt die unerträgliche Tatsache, dass zu jenen, die zu DDR-Zeiten Kinder waren und jetzt als große Ost-Gurus auftreten, noch junge „Wende“-Hipster hinzukommen, die meinen, mitmischen zu müssen.

Einige dieser jungen Leute kokettieren mit ihrer Geburt um die Wende herum und vermischen diesen Duktus mit aktivistischem Auftreten (meist gegen Rechts, weil sich`s gut macht und medial beklatscht wird). Wer hier als kritischer Zeitzeuge mit debattieren will und auf falsche Behauptungen, die nur zu oft aufgestellt werden, aufmerksam macht, wird von diesen Kindsköpfen auch gleich mal gesperrt oder blockiert.

 DDR-Zeitzeugen sind in zwei Generationen weg

Derzeit gibt es noch zwei Generationen, die die DDR und das Leben darin hautnah und bewusst mitbekommen haben. Die einen sind schon in Rente und die anderen haben noch gut und gerne um die 20 oder mehr Arbeitsjahre vor sich.

Sie sind es, die echte Zeitzeugen darstellen und authentische Erlebnisse erzählen können. Alle, die danach kommen, waren zu Zonen-Zeiten noch ein Kind oder „Quark im Schaufenster“. Natürlich sollten sich diese Leute genau so zum Staat, in dem sie oder ihre Eltern einst geboren worden sind, äußern – ganz klar.

Doch ist hier Vorsicht geboten, da zum einen die Erinnerungen trügen können und diese jungen Leute zum anderen die volle Indoktrinations-Dröhnung der Jetzt-Zeit in sich tragen, Stichwort: Schule. Oftmals ergibt das eine krude Mischung, wie die stark links daherkommende Initiative „Wir sind der Osten“ zeigt.

Manche Ost-Initiative ist Bauchladen mit „Gegen Rechts“, „Gender“ und bissl Ossi-Gedöns

DDR-Vergangenheit, Vielfalt, gegen Rechts und Diversität werden hier von jungen Hipstern, von denen keiner die DDR hautnah erlebt haben dürfte, gleich mal zusammen in einen Topf geworfen und mit dem Osten in Zusammenhang gebracht. Natürlich alles mit Gendersternchen…Hier schimmert die schulische und staatliche Indoktrination auf ganzer Linie durch und hat mit dem Gros der Ostdeutschen und ihrer Lebensart so gar nichts zu tun.

Macht man sich bewusst, dass in nicht allzu vielen Jahrzehnten gar kein DDR-Zeitzeuge mehr am Leben ist, kann es einem schon mal anders werden.

Insofern sollte den einstigen DDR-Bürgern, die jetzt dem Ü-40- Lager angehören mehr zugehört werden, als überdrehten „Wende-Hipstern“, in deren Reihen zudem unzählige westdeutsche Leute zu finden sind, die nicht selten so drauf sind wie die oben erwähnte Annalena Schmidt aus Bautzen.

Oder die von sich aus einen auf Hobby-Historiker machen und den einstigen Mauerstaat auf ihre Weise öffentlich interpretieren. Das gilt allerdings auch für so manchen professionellen Historiker, der sich die Thematik „DDR“ ausgesucht hat und in vielen Fällen aus – klar! – Westdeutschland kommt.

Auch viele Historiker reden dummes Zeug

Treten solche Menschen im Fernsehen auf, schwankt so mancher Ossi zwischen Belustigung und Entsetzen, denn es wird vieles völlig falsch dargestellt – Stichwort Ausländer („Die Ossis kannten keine fremden Kulturen…“).

Was aber tun?

Nun: Erzählen, erzählen, erzählen. Von der DDR. Den nachfolgenden Generationen. Schülern, Kindern, Mittdreißigern. Besser noch: Aufschreiben. Wer hierfür nur im Ansatz eine Ader hat, der sollte seine Erinnerungen an den einstigen Mauerstaat schriftlich festhalten und das Geschriebene an die Kinder und Enkel weitergeben.

Damit auch in fünfzig Jahren noch Tatsachen Tatsachen bleiben.

DDR-Witze sind immer in Mode

Sie sind ein Ossi mit DDR-Erfahrung? Dann legen Sie los! Und: Schönen Feiertag heute – am 3. Oktober 2020. Machen Sie sich`s mit der Familie schön, unternehmen einen Ausflug oder bleiben einfach im Lesesessel! An einem so herrlichen Herbsttag wie heute sind solche Aktivitäten auf jeden Fall besser, als dem Geseihere der Alt-Politiker zuzuhören, die heute mal das eigene Volk, die anderen Monate aber gefühlt täglich nur das Wohlergehen der Armen in aller Welt im Blick haben.

Und: Reißen Sie heute unbedingt mal wieder einen alten DDR-Witz!

Bildnachweis: privat, Twitter-Screenshot, Account WIR SIND DER OSTEN

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