City? Nein, danke! Corona als Katalysator für die Stadtflucht

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Pferd

Schönes Landleben – immer mehr Familien erfüllen sich diesen Traum

In einem Seitensatz des Magazins SPIEGEL ist in der aktuellen Ausgabe im Zusammenhang mit Home-Office und Corona etwas Bemerkenswertes zu lesen.

„(…)Seit 2014 ziehen laut einer IW-Studie (Institut der Deutschen Wirtschaft – die Red.) mehr Menschen aus den Städten hinaus als hineinziehen(…)“

steht dort in einer Dokumentation unter dem Titel „Trautes Heim, Job allein“ geschrieben.

Bemerkenswert ist das deshalb, weil gerade im  SPIEGEL in den letzten Jahren mehrere Texte mit dem Thema „Landflucht“ so daherkamen, dass man den Eindruck hatte, sämtliche Dörfer, vor allem im Osten, werden gerade von ihren Einwohnern im großen Stil verlassen.

Durch Corona bekommt Stadtflucht Auftrieb

Wie bei anderen politischen Themen auch, zeigte und zeigt die Realität indes etwas anderes. Schon während derlei Berichte in linken Medien erschienen – fast immer auch mit der Attitüde, dass man als urbaner Städter selbstredend über dem abgehängten Dorfbewohner steht – zogen die „Karawannen“ Richtung Land.

Dann kam Corona und gab der Stadtflucht erneut einen Schub. Solchen Realitäten kann sich natürlich auch ein tieflinkes und ewig gegen Andersdenkende und Anderslebende bashendes Magazin nicht auf Dauer verschließen, weshalb wohl nun auch die Mitarbeiter (Journalisten kann man sie ja kaum mehr nennen) des SPIEGEL den Tatsachen ins Auge sehen müssen.

In ihrer aktuellen, oben erwähnten Reportage bildeten sie denn auch nur ab, was längst bekannt und Realität ist: Die Leute ziehen aufs Land. Und zwar mehr denn je. Die Viruskrise trägt einen beachtlichen Teil dazu bei, denn erstmals wurden Angestellte ins Home-Office geschickt, bei denen das bislang nicht üblich und die Anwesenheitspflicht im Büro obligatorisch war.

Viele Firmen wollen Bürotage reduzieren

Wie auf allen medialen Kanälen zu vernehmen ist, wollen viele Firmen das in der Coronakrise erwzungene Home-Office-Modell für ihre Mitarbeiter beibehalten und Bürotage strikt reduzieren.

Für viele Familien in überfüllten, dreckigen und von Kriminalität gebeutelten Großstädten dürfte das eine gute Nachricht sein. Auch die erwähnte SPIEGEL-Reportage stellte ein Paar vor, das frank und frei zugibt, es Corona zu verdanken haben, dass sie nun ganz aufs Land ziehen können. Ein Unterfangen, das vorher nicht möglich war, weil der Arbeitsweg vom Dorf nach Hamburg, dem einstigen Wohnort des porträtierten Paares, damals zu lang gewesen wäre und man diesen nicht alltäglich auf sich nehmen wollte.

Krise hat alte Arbeitsstrukturen aufgebrochen

Die Krise hat nun all diese „früheren“ Arbeitsstrukturen durcheinandergewirbelt und wessen Chef das mobile Arbeiten fortführen und vertiefen will, der kann nun als Städter neu planen.

Gerade für Familien dürfte das einer Erlösung gleichkommen – harrten doch vor allem seit 2015 eine Menge Mamas und Papas nur noch widerwillig und meist dem Job wegen mit ihrem Nachwuchs in den Großstädten aus. Bekanntlich verwandelten sich durch Merkels selbstherrlichen Akt von da an selbst saubere und eher sichere Städte in Shitholes, in denen Zugewanderte aus vornehmlich lotterigen Ländern in Massen und nicht selten Tag und Nacht an Bahnhöfen, in Innenstädten, in öffentlichen Verkehrsmitteln, auf U-Bahnhöfen und öffentlichen Plätzen herumlungern.

Viele von ihnen unterbrechen ihre Lungerei nur für brutale Schlägereien, Drogenhandel, Vergewaltigungen, Raubüberfälle und Messerattacken.

Es vergeht kaum ein Tag, an dem man nicht medial von solchen Straftaten in deutschen Großstädten hört. Vor allem in Berlin haben unhaltbare Zustände Einzug gehalten, inklusive dem Umstand, dass dort Dealern Plätze für ihr kriminelles Geschäft zugewiesen wurden.

Viele Eltern wollen dem Nachwuchs die „bunten“ Zustände nicht zumuten

Es dürfte wohl kaum Eltern geben, die ihrem Nachwuchs derlei Zustände zumuten wollen. Zumal neben der explodierenden Kriminalität durch die Zuwanderer, durch die das Risiko, Opfer eines Messerangriffs, eines Raubüberfalls oder eines Terroranschlages zu werden, immens gestiegen ist, auch die Gefahr besteht, dass die Kinder auf der Heimfahrt von der Schule mit ansehen müssen, wie man sich in anderen „Kulturen“ trennt.

Was für eine Parallelwelt dagegen auf dem deutschen Land! Vor allem von kleineren Dörfern im Osten kann man mit Fug und Recht sagen, dass die Abwesenheit von aggressiven Zuwanderern und der damit oft einhergehenden (Drogen)Kriminalität diese Landstriche zu wahren Paradiesen machen. Zumal auch deutsche Kriminelle ländliches Leben scheuen wie der Teufel das Weihwasser und sich ebenfalls eher in Richtung deutsche Shitholes orientieren.

Sicherheit, bessere Lebensqualität und Ruhe auf dem Dorf

Außerdem gibt es meist im Überfluss Krippen- und Kindergartenplätze und in den Schulen sind Zuwandererkinder, die ihre Deutschfeindlichkeit an einheimischen Kindern auslassen, Fehlanzeige. Vor allem im Osten sind die Klassen auf dem Dorf noch in der guten alten Zusammensetzung.

Wer aufs ruhige Dorf gezogen ist, wird all das bestätigen können. Die abendliche Runde mit dem Hund oder zum Briefkasten ist hier zudem nicht mit der Gefahr verbunden, seine körperliche Unversehrtheit einzubüßen. Es dringt auch nicht gleich jemand ins Anwesen ein, wenn das Fenster mal abgeklappt oder das Tor vom Garten stundenlang offen ist. Die Kinder kann man noch guten Gewissens „raus lassen“, mit der Gewissheit, dass überall Augen sind, im Falle, es kommt zu einer ungewohnten Situation.

Erleichternd kommt hinzu, dass sich in vielen Dörfern mehrere Familien befinden, die der Stadt den Rücken gekehrt haben und neu sind. Schnell finden diese untereinander Anschluss und unterstützen sich gegenseitig.

Und auch die Mär, dass man auf dem Dorf als Zugezogener nicht anerkannt und womöglich noch gemieden wird, stimmt in den meisten Fällen gar nicht. Im Gegenteil: Vor allem die älteren Leute freuen sich, wenn der Spielplatz in der Dorfmitte wieder belebt(er) ist und sie beim Hinausschauen fröhliche Kinder sehen. Meist finden die neuen Bewohner recht rasch Anschluss an die Alteingesessenen, sitzt man schneller als man denkt in der gemütlichen Runde um den Bratwurstgrill zusammen.

Goldene Zeiten für ländliche Regionen

All diese Faktoren sind es, die den Charme des Landlebens ausmachen und dem auch viele „Hardcore-Städter“ schnell verfallen. Insofern dürften den ländlichen Regionen goldene Zeiten bevorstehen. Aktuell sind es sicher Tausende Bürger, die sich nun – mit dem OK des Chefs für Home-Office-Arbeit in der Tasche – auf die Socken machen und eine Immobilie auf dem Dorf suchen. Dass diese hier um Längen billiger sind als in der Stadt, ist klar und dieser Fakt dürfte wohl mit die größte Rolle bei der Entscheidung für den Umzug aufs Land spielen.

Mehr Immobilie fürs Geld

Warum sollte man auch eine halbe Million und mehr in der Stadt für eine „Schuhkarton-Immobilie“ mit Minigarten hinlegen, wenn man auf dem Dorf für viel weniger ein großzügiges Haus, einen Bauernhof oder ein charmantes Fachwerk- oder Umgebindehaus mit viel Platz und Nebengelass haben kann?

Und selbst wer keine Finanzen für was Eigenes hat: Auch die Suche nach einer Mietwohnung im Ländlichen lohnt sich. Zwar dominiert auf den Dörfern bekanntlich Eigentum, aber das ein oder andere attraktive Mietobjekt lässt sich zumeist auch hier finden.

Viele Home-Worker gehen aufs Land

All diese Bedingungen wirken gegenwärtig wie ein Katalysator für die Stadtflucht. Immer mehr Home-Worker werden in der nächsten Zeit den Schritt wagen und der City den Rücken kehren.

Berücksichtigt werden sollte auf jeden Fall, dass es bei dieser Entscheidung ohne einen fahrbaren Untersatz auf vier Rädern allerdings nicht geht. Das sollten Leute, die bislang auf dem Fahrrad durch die Stadt gedüst sind, definitiv bedenken. Zwar bieten viele Dörfer stündliche Busse in die nächste Großstadt an, doch passen die Fahrzeiten (vor allem morgens und abends) meist nicht zum eigenen Mobilitätskonzept. Außerdem gibt es etliche Landstriche, wo die Dörfer abgelegen und die Buslinien rar sind.

Fahrten, mit denen man etwas verbinden kann (Kind von der Schule abholen und gleich einkaufen fahren) werden deshalb für den (neuen) Landbewohner genau so alltäglich werden, wie eine gewisse Vorratshaltung. Das vergessene Salz schnell beim Späti kaufen, ist dann nämlich passé! Gut, dafür gibts hilfsbereite Nachbarn, aber ständig Schnorren will ja dann auch keiner…

Wer ländlich lebt, sollte kein Auto-Gegner sein…!

Dass eine Umorientierung aufs Land natürlich auch eine gewisse politische Haltung verlangt, ist klar. Stichwort: Auto. Wer vorher hipstermäßig lebte, mit den „Öffentlichen“ fuhr und die Grünen oder die SPD wählte und dann von der City aufs Dorf switcht, wird vielleicht neu nachdenken müssen. Sonst ist nämlich der Ast, auf dem man sitzt, schnell abgesägt, Stichwort: Abschaffung Auto.

Alles in allem kann man sich bei der aktuellen Lage in Deutschland aber mit einem Umzug auf`s Dorf nur verbessern – gerade, wenn man (kleine) Kinder hat.

Die Frage, ob es doof auf`m Dorf ist, ist somit auch mit einem ganz klaren NEIN zu beantworten!

In diesem Sinne: Viel Spaß im neuen Umfeld!

Recherche-Nachweis: SPIEGEL, Nr. 37 / 2020

Bild: privat

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