Feelgood-Manager Hund: So verbessern Fellnasen das Betriebsklima

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Frau mit Hund

Frauchen mit Hund im Büro – viele Angestellte wünschen sich die Erlaubnis von Chefin oder Chef.

Frauen sind die besseren Vorgesetzen und Hunde die besseren Kollegen – auf diese kurze Formel lässt sich bringen, was viele Frauen intuitiv schon lange wissen. Umfragen zeigen, dass dieses Gefühl nicht trügt. Wie Hunde die Produktivität steigern und gleichzeitig für Harmonie im Kollegium sorgen, ist jetzt Thema.

Frauen in Führungspositionen nutzen ihre empathischen Fähigkeiten im Job

Es gibt Führungsqualitäten, die sind eher männlich, andere sind neutral und es gibt ganz klar weiblich geprägte. Die Unterschiede scheinen auf den ersten Blick nur marginal, doch in der Praxis entfalten sie die volle Tragweite. Wenn es beispielsweise um die Mitarbeitermotivation geht, greifen Männer häufiger direkt ins Portemonnaie. Sie belohnen mit Statussymbolen wie Autos oder anderen finanziellen Anreizen. Frauen in Führungspositionen hingegen überblicken die Situation ganzheitlich. Sie wägen die Position eines Mitarbeiters/einer Mitarbeiterin im Gesamtteam ab und schlagen individuelle Honorierungen vor. Das könnte zum Beispiel ein maßgeschneidertes Weiterbildungsangebot sein oder auch die Möglichkeit von Zuhause aus zu arbeiten, um Familie und Beruf besser unter einen Hut zu bringen. 

Die Herangehensweise von Frauen fußt zumeist auf emphatischen Fähigkeiten. Sie schätzen ein gutes Betriebsklima und wissen, wie stark sich dieses auf die Zufriedenheit innerhalb des Teams auswirkt. Zufriedene Mitarbeiter liefern zufriedenstellenden Leistungen, die wiederum der Firma zugutekommen. Eine Möglichkeit das Betriebsklima positiv zu beeinflussen und den Zusammenhalt zu fördern ist ein Bürohund. 

Hunde im Büro: Das ist zu beachten

Hund

Hunde im Büro sorgen für mehr Freude am Job.

Damit ein Hund im Büro einen guten Start hat und im Kollegenkreis wohlwollend aufgenommen wird, lässt sich einiges tun. Der Hund muss gut erzogen und gehorsam sein. Niemand im Büro darf eine Hundeallergie haben. Hat aber eine Kollegin oder ein Kollege wirklich Angst vor Hunden, ist das Projekt „Hund im Büro“ ernsthaft gefährdet.

  • Der Chef/die Chefin muss einverstanden sein.
  • Ein Attest vom Tierarzt belegt, dass der Hund gesund und frei von Parasiten ist. Das überzeugt auch kritische Kollegen
  • Es muss klare Regeln zur Fütterung geben. Die Bezugsperson, sprich Frauchen oder Herrchen, kümmern sich darum. Ansonsten droht aus dem Bürohund eine kugelrunde, übergewichtige Fellnase zu werden. Dabei ist ein ausgewogenes Trockenfutter besser als Nassfutter. Es ist leicht zu portionieren, geruchsdicht verschließbar, lange haltbar und muss nicht im Kühlschrank aufbewahrt werden. Leckerchen sollten ebenfalls klar rationiert werden.
  • Es gibt einen festen, geschützten Platz für den Hund. Dort ist er tagsüber hauptsächlich. Zu festgelegten Zeiten – abgestimmt auf die Arbeitszeiten – muss der Hund Gassi gehen. Hundekotbeutel nicht vergessen, um Ärger mit Anwohnern zu vermeiden!

Fast ein Drittel der Angestellten wünscht sich einen Hund im Büro

Bei einer Umfrage auf der Arbeitgeber-Bewertungsplattform Kununu gaben knapp 27 % der Befragten an, dass sie sich wünschen würden, dass der Chef Hunde als Benefit im Büro duldet. Damit belegt dieser Wunsch Platz 3 in der Gesamtbetrachtung, wie ein IHK-Beitrag mit dem Titel „Auf den Hund gekommen“ feststellt. Ein guter Grund für Arbeitgeber, um sich zu fragen, wie sich die Anwesenheit eines Vierbeiners im Büro auswirkt. Alle Abteilungsleiterinnen und engagierten Mitarbeiterinnen in einem Betrieb können sich die folgenden Argumente zurechtlegen, wenn sie ihrer Chefin oder ihrem Chef vorschlagen, einen Bürohund anzuschaffen. Denn es gibt schlagkräftige Argumente, die für den Vierbeiner als Kollegen sprechen.

  • Hunde wirken Stress entgegen

An der Virginia Commonwealth University fand Prof. Randolph Barker  heraus, dass das Stresslevel in einer Firma mit Hund deutlich abfällt. Die Folge davon ist, dass Herz-Kreislauf-Erkrankungen weniger wahrscheinlich werden. Der Professor führt diesen Umstand darauf zurück, dass ein bestimmtes Hormon namens Oxytocin ausgeschüttet wird, welches auch als das „Kuschelhormon“ bezeichnet wird. Die Wissenschaftlerin Linda Handlin aus Schweden bestätigt diese Annahme. Sie stellte fest, dass der Oxytocin-Spiegel beim Streicheln eines Hundes vergleichbar ist mit dem einer Frau, die kürzlich entbunden hat – überraschend!

  • Weniger Fehlzeiten durch gesündere Mitarbeiter

Nehmen Hunde ihren Job als Feelgood-Manager in einem Betrieb auf, sinkt der Krankenstand. Aus Firmensicht bedeutet das eine Ersparnis, denn zum einen fällt die Lohnfortzahlung im Krankheitsfall weg, zum anderen profitiert die Firma von einer erhöhten Produktivität. Weniger Fehlzeiten entstehen, weil Mitarbeiter sich mehr bewegen – der Hund muss schließlich in der Mittagspause Gassi gehen. Zudem fördert der gemeinsame Spaziergang das Miteinander und stärkt das Wir-Gefühl im Team.

  • Hunde verbinden Kollegen
    Über den Hund kommen Kollegen, die andernfalls wenig miteinander zu tun haben, leichter ins Gespräch. Der Hund ist eine Art Vermittler, das ist sein Naturell. Hunde fühlen sich generell in einem Rudel wohl und bemühen sich auch Menschen zu integrieren, die etwas abseits stehen.
  • Hunde stärken Bindung von Mitarbeitern an Betrieb

Wer seinen eigenen Hund mit ins Büro bringen darf, wertet das als einen Benefit, der anderswo nicht zu haben ist. Die Loyalität zum Arbeitgeber wächst, was wiederum zu einem gesteigerten Engagement des Angestellten führt. Unterm Strich wirkt sich das günstig auf die Produktivität im Betrieb aus.

  • Arbeitgeber mit Hund sind für begehrte Talente attraktiv
    Hunde in einer Firma weisen auf eine gewissen Flexibilität, Toleranz und Aufgeschlossenheit hin. In den Stellenausschreibungen ist zu beobachten, dass Betriebe ihre Affinität zu Hunden demonstrieren, um für begehrte Talente attraktiv zu werden.

Frauen wissen intuitiv, dass Hunde die besseren Kollegen und – ja – manchmal auch die besseren Partner sind. Das Canisius College in New York untersuchte den Schlaf von knapp 1000 Frauen. Die Professorin für Tierverhalten, Ökologie und Naturschutz Christy L. Hoffmann wollte herausfinden, wer die beste Schlafqualität hat: Frauen, deren Hunde, Katzen oder Partner mit im Bett schlafen. Die Ergebnisse waren eindeutig. Schliefen Frauen nur mit Hund in einem Bett, also ganz ohne Partner, war die Schlafqualität am besten. Die Gründe dafür liegen in der Regelmäßigkeit. Frauen mit Hund gehen früher schlafen, stehen früher auf und bewegen sich regelmäßig und mehr.

Fazit: Hunde sorgen für mehr Produktivität und ein gutes Betriebsklima

Wer die Chefin oder den Chef von den Vorzügen eines Bürohundes überzeugen kann und den eigenen wohlerzogenen Vierbeiner mitbringen darf, profitiert schon bald von netteren Kollegen und entspannteren Vorgesetzten. Gibt es keine Allergiker und Hundephobiker im Betrieb, braucht es nur noch etwas Engagement, um den Feelgood-Manager auf vier Pfoten schon bald ins Team zu integrieren.

Bilder: 

pixabay.com © 947051 (CC0 Creative Commons)

pixabay.com © terric (CC0 Creative Commons)
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