Selbstliebe in Zeiten von Corona: Spaß machts auch allein!

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träumende FrauDieses vermaledeite Virus… Nun befinden wir uns zwar in einer Phase, in der die gröbsten Kontakteinschränkungen gelockert werden. Aber mal Hand aufs Herz: Für Single-Frauen und deren Lust ändert es ja doch nichts.

Bars, Clubs und Discos bleiben weiterhin geschlossen – und selbst wenn: One-Night-Stand mit Mundschutz oder nur in Positionen, in denen man keine heißen Zungenküsse austauschen kann? Nein, dann statt schlechtem Pärchen- lieber richtig guten Solo-Sex.

Auch da kann Frau mit genügend Kreativität beträchtlich ins eigene Lust-Feuerchen pusten. Ein paar Tipps zum „Anfeuern“.

1. Schreib doch mal wieder

…unendlich langsam umkreiste Jacks Zunge ihre Vagina, machte aber keinen Versuch, auch nur die äußersten Ränder der Schamlippen zu berühren. Jenny verging fast vor Geilheit, sie wollte nur noch, dass er endlich ihre Klitoris leckte…

Keine Frage: Eindeutige Literatur hat das Zeug dazu, mächtig anzutörnen – viel mächtiger noch als viele Pornos, selbst wenn sie explizit für Frauen gestaltet wurden. Es ist einfach eine Sache des Kopfkinos, ohne vorgegebene Schauspielergesichter und -bodys, die geschriebenen Schweinkram so viel besser macht.

Aber: Warum denn bloß immer nur das lesen, was andere zu Papier und Computer bringen? Jede Frau hat ihre eigenen Gedanken, Phantasien, eigene Dinge, die sie besonders antörnen. Die Lösung kann da nur lauten, den Laptop hochzufahren und einfach loszulegen. Es muss nicht die Duden-Gesellschaft zufriedenstellen, muss keine schriftstellerische Höchstleistung sein – und niemand anderes muss es jemals zu Gesicht bekommen.

Denn der Trick ist, dass das Verfassen und Ausarbeiten einer eigenen Sexgeschichte die meisten Schreiberinnen keinesfalls unberührt lässt – immerhin bringt man ja sein masturbatorisches Kopfkino zu Papier. Da wollen wahrscheinlich zwischendurch die Hände auf Wanderschaft gehen.

2. Die Kunst, nicht zu kommen

Schon mal von „Hysterical Literature“ gehört? Dahinter verbirgt sich ein Videokunstprojekt. Frauen sitzen ganz harmlos an einem Tisch, völlig bekleidet, die Kamera nimmt in Schwarzweiß auf. Sie beginnen, aus einem selbstgewählten Buch vorzulesen…

Slip FrauWas nicht zu sehen ist: Die Ladies sitzen auf einem Sybian. Jenes sattelförmige Sexspielzeug, dem nachgesagt wird, phänomenale Orgasmen zu produzieren. Die Damen lesen vor, während zwischen ihren Beinen die Maschine arbeitet – und ob Kunstgeschmack oder nicht, sie zu betrachten, wie sie versuchen, ihre Lust zu unterdrücken und weiterhin normal vorzulesen, verfehlt bei den wenigsten Zuschauern den Effekt. 

Hier die Umsetzung: Es braucht keinen Sybian, nur irgendetwas, das stark vibriert, das kann sogar die elektrische Zahnbürste sein. Dann:

  1. Lieblingsbuch heraussuchen.
  2. Handy aufstellen, Videomodus an, Schwarzweiß-Effekt.
  3. Untenrum freimachen, den brummenden Helfer (höchste Stufe) auf einen Stuhl legen, sich bequem daraufsetzen.
  4. Der Kamera etwas Schönes vorlesen.

Die Lust kommt hier vor allem aus der Tatsache, dass Frau ja möglichst keine Lust zeigen möchte. Ähnlich wie umgekehrte Psychologie fühlt sich der Brummer zwischen den Beinen dann nochmal so gut an – und natürlich darf man wie die Ladies des Kunstprojekts seine Lust ungeniert herauslassen. Auch das Anschauen danach dürfte abermals Gefühle aufkommen lassen. Aber da gäbe es ja noch etwas Besseres…

3. Von mir für mich

Hand aufs Herz: Wer solo ist, hat auch schon Videos von anderen geschaut, die sich selbst befriedigten. Und nein, es ist völlig normal, auch als Hetero-Frau dabei nicht nur Männern zuzugucken. 

Das liegt einfach daran, dass nackte Körper, lustvolle Handlungen usw. ganz allgemein etwas Hocherotisches haben. Unsere Libido reagiert auf den optischen Reiz, der signalisiert, dass da jemand große Lust empfindet – das geht weit über die Grenzen zwischen Homo und Hetero hinaus. 

Doch abermals steht die Frage im Raum: Warum immer nur anderen zuschauen? Es braucht erneut nur wenige Dinge. Erstens ein Handystativ, das bietet mehr Flexibilität als sie im vorherigen Punkt nötig war. 

Zweitens braucht es ein Sexspielzeug. Da es derzeit häufig gewisse Lieferschwierigkeiten aus China gibt, empfiehlt es sich, dafür Sextoys made in Germany zu nehmen – und vielleicht die Gelegenheit zu nutzen, etwas optisch Außergewöhnlicheres zu wählen. Vielleicht ja auch mit etwas mehr „Format“ als man es bislang gewohnt war. 

Kamera läuft, Action. Was man nun wo in der Wohnung tut, ist völlig gleich. Auch ist egal, wie lange es dauert (allerdings sollte dann im Handy eine üppigere Speicherkarte stecken). Es geht nur darum, sein wunderschönes Selbst in die Tiefen der Selbstbefriedigung eintauchen zu lassen. Ganz ohne Scheu – und es ist garantiert, dass der Blick aufs fertige Video nicht enttäuschen wird. 

4. Ein wilder Ritt nach Buffalo

Rückenlage, Beine gespreizt, Finger und/oder Spielzeug in Aktion – so machen es sich die meisten Frauen. Klar, wirkt zuverlässig, wenn es nur darum geht, gute Orgasmen zu haben. Wenn die Selbstliebe aber auch in den kommenden Wochen und Monaten – keiner weiß, wie lange es wirklich noch dauern wird – noch prickelnd bleiben soll, wird es Zeit, zu variieren.

Das bringt uns zu etwas, mit dem viele ihre ersten lüsternen Erfahrungen gemacht haben: dem guten Gefühl, den ganzen Schambereich an etwas zu rubbeln. Ja, das macht auch nach vielen Jahren mit anderen Methoden immer noch Heidenspaß. 

Und es geht so einfach: ein frischgewaschenes Hand- oder Badetuch fest zusammenrollen und mit Haargummis fixieren. Dann das Lustpäckchen aufs Bett legen und sich rittlings nackig daraufsetzen. Nun einfach den Schambereich ohne Handeinsatz darüber reiben, bis man die Sternchen sieht.

Tipp: Nach vorn beugen und außen auf Höhe des G-Punkts einen Tennis- oder Gummiball zwischen Körper und Handtuch einklemmen. Der Druck stimuliert den G-Punkt, sodass zusammen mit dem Kitzler eine phänomenale Doppelstimulation entsteht. 

5. Ob wohl jemand zuschaut?

Normalerweise ist der Gedanke, dass jemand durch die Fenster bei intimen Dingen zuschauen könnte, gar nicht prickelnd. Aber mal angenommen, es ist absolut sichergestellt, dass keiner tatsächlich etwas sieht, wie klingt der Gedanke dann? 

Wer jetzt „irgendwie spannend“ denkt, hat die Grundlagen, um diesen finalen Tipp durchzuführen. Abermals spielt sich alles nur im Kopfkino ab: Ein heißer Nachbar, eine heiße Nachbarin, die zuschauen, während man in seiner Wohnung Erotisches tut.  

Fangen wir an:

  1. Es beginnt damit, die Wohnung blickdicht zu machen. Das soll ja eine ausgelebte Fantasie bleiben.
  2. Dann geht es weiter, sich zu einem Eyecatcher für den imaginären Zuschauer zu machen. Nackt zu sein, vielleicht die schärfsten Unterwäschestücke zu tragen – heiß ist, was man selbst als solches empfindet.
  3. Ganz normale Handlungen durchziehen, es ist ja nicht bekannt, dass jemand zusieht. Bett machen, Fernsehgucken, Kochen…

Ab diesem Punkt wird sich bei vielen eine Grundschärfe einstellen. Man wird sich selbst kolossal erotisch finden. Dann geht es weiter. Geben wir dem Zuschauer richtig etwas zu sehen. Vielleicht eine ausgiebige Dusche (mit Duschkopf-Einsatz an den richtigen Stellen) gefolgt von einer ausgiebigen Selbstbefriedigungs-Bett-Session mit allen Schikanen. 

Der Trick dabei: Exhibitionismus in Reinform, jedoch ohne sämtliche Nachteile, die daraus entstehen können; der Zuschauer bleibt im Kopf, nur die Lust darf heraus.

Bildquellen:

Alle © Unsplash.com 

1) Dainis Graveris

2) Mickael Gresset

3) Lina Verovaya 

 

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