Wider dem Sachsen-Bashing: Warum die Leute im Freistaat sind, wie sie sind

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Das war abzusehen: Das starke Abschneiden der AfD in Sachsen spült sie alle wieder an die digitale Oberfläche: Die Hetzer, Nörgler und Spalter, die an Sachsen und seinen Bewohnern kein gutes Haar lassen. Was da nicht alles den Leuten im Freistaat unterstellt wird:

Dass sie dumm wären, gar nicht gebildet, demokratiefähig schon gar nicht und Nazis sowieso.

All diese Einschätzungen sind grundfalsch und es verwundert nicht, dass sie zumeist von Leuten im tiefen Westen, von denen viele den Freistaat zudem noch nie betreten haben dürften, vom Stapel gelassen werden. Aber auch westdeutsche Menschen, die in Sachsen leben, teilen nun – nach der Wahl – gegen Sachsen aus. Und natürlich die „Was-mit-Medien“-Gestalten, die zwar oftmals in Sachsen im Einsatz sind, aber zumeist im fernen Berlin oder anderen Großstädten ihre hetzerische Feder schwingen.

Vorurteile über Sachsen machen schon wieder die Runde

Liest man in diesen Stunden auf Twitter mal quer, kann man nur mit dem Kopf schütteln, wie viele Vorurteile über die Sachsen die Runde machen. Also ist es an der Zeit, eine Lanze für jenes Völkchen zu brechen, das seinerzeit den Mauerfall einleitete und sich bis heute nicht ein X für ein U vormachen lässt.

Was ist zum Beispiel dran am Vorwurf, die Sachsen seien ungebildet? Nun – nichts. Das beweist eigentlich schon der Bildungsmonitor, der Sachsens Schülern immer und immer wieder beste Ergebnisse bescheinigt. 

Blickt man beispielsweise nach NRW (in Sachsen oft nur „Kalifat“ genannt und wohl das abschreckendste Bundesland für viele Bürger im Freistaat) oder Berlin, sieht die Sache schon ganz anders aus. Warum wohl?!  Nun, weil gerade in diesen Städten seit Jahrzehnten eine verfehlte Zuwanderungspolitik forciert wird, die durch Merkels selbstherrlichen Akt der Grenzöffnung 2015 ihre Krönung erfuhr.

Es ist ein offenes Geheimnis, dass die schlechte Bildung in Westberlin und vielen anderen westdeutschen Bundesländern immer auch mit einer schlechten Integration Zugewanderter einhergeht. Heerscharen von Sozialpädagogen, Schulbetreuern und Sozialarbeitern versuchen diese Situation lange schon in den Griff zu bekommen und kämpfen doch gegen Windmühlen. Viele Kinder zugewanderter Eltern sprechen nicht einmal deutsch oder nur sehr schlecht, was echtes Lernen – und damit eine adäquate Bildung – gar nicht möglich macht.

Sächsischer Erfindergeist ist legendär

Die Sachsen hingegen mögen mit ihrem Dialekt manchmal zwar irritieren, aber dumm sind sie nicht. Ganz im Gegenteil: Der Freistaat war immer schon geprägt von Erfindergeist. Angefangen vom BH bis zum Gründungsort von Audi kommt vieles, was aus dem heutigen Alltag nicht mehr wegzudenken ist, aus Sachsen. Der Großteil der mittelalten bis reiferen Westdeutschen dürfte das freilich bis heute nicht wissen, ebenso wie junge Klimahüpfer von Köln über Leipzig bis München keine Ahnung davon haben, was für ein innovativer Gründungsstandort Sachsen schon immer war und bis heute noch ist.

Insofern: Dieser Vorwurf ist schon mal der reinste Quatsch.

Dann das nächste Keilen: Der Sachse ist ausländerfeindlich.

Auch das stimmt nicht. Im Gegenteil: Der Sachse ist immer schon weltoffen, herzlich und Gästen zugewandt. Mit ihnen kann er feiern oder auch den berühmten sächsischen Kaffeeklatsch abhalten, ganz nach Tagesform. Interessiert an anderen Kulturen waren die Leute im Freistaat auch schon immer, weshalb sie zu allen Zeiten (auch während des kalten Krieges) reisten, was das Zeug hielt. Wo immer man selbst unter Honecker hin konnte: Der Sachse war da!

Fremde Kulturen finden die Sachsen spannend, doch sie wollen freilich selbst entscheiden können, was aus welcher Kultur sie anspricht. Die kuschelige Gemütlichkeit der Schweden: Kein Problem und jederzeit gern! Die Herzlichkeit der Kroaten: Immer! Die Trinkfestigkeit der Russen: Hat was…Die herzliche Gastfreundschaft der Ungarn: Prima! Um es abzukürzen: Jede Kultur, die etwas geleistet und was Bereicherndes an sich hat und anderen Menschen friedlich zugewandt ist, beeindruckt den Sachsen. Diese Menschen empfängt er als Gäste in seinen Gefilden gern, zu ihnen reist er prompt.

Messerstechern zeigte man in der DDR schon, wo es langgeht

Als jedoch schon unter Honecker Gastarbeiter kamen, die das Messer zückten, war das für den Sachsen, das, was es eben ist: Eine Art Kriegserklärung. Fremden mit einem derartigen Stichwerkzeug, die sich in der Disko womöglich noch an Frauen vergriffen, pöbelten oder eine Prügelei anzettelten, zeigte man schnell, wo der Hammer hängt – und verwies derartig unkultivierte Personen mit dem des Sachsen ureigenen Temperament aus dem eigenen Umfeld. Das konnte auch schon mal wehtun. Weil man, wenn man selbst kein Messer hat, eben nur die Fäuste einsetzen kann. Und die flogen eben ab und an, wenn ausländische Gastarbeiter das Messer zückten.

Und heute? Nun – auch da zeigt der Sachse Zivilcourage und ist kein Schisser, wenn es darum geht, die einheimische Kassiererin vor dem zugewanderten Mann, der aggressiv wird, zu schützen.

Wird einer von den Seinigen von einem Zugewanderten, der vorgibt Schutz in Deutschland zu suchen, umgebracht, so treibt das den Sachsen mit Gleichgesinnten in Massen auf die Straße. Das Geseihere von Politik und Medien, dass so Leute wie der nach Chemnitz zugewanderte Messermann im Großen und Ganzen doch als bereichernd für die Bundesrepublik anzusehen seien, ist für die allermeisten Sachsen das was es ist: Lügnerisches Gewäsch.

Und: Im Gegensatz zu vielen Westdeutschen ist der gesunde Menschenverstand beim Sachsen voll und ganz ausgeprägt. Er sucht bei integrationsunwilligen „Flüchtlingen“ die Schuld nicht bei sich, sondern sieht im Westen, was den Menschen dort aus welchem Grund auch immer verborgen zu bleiben scheint: Parallelgesellschaften, organisierte Kriminalität, Dealer-Gebaren, Morde und zudem Messer-Attacken am laufenden Band.

Man google nur mal – wann immer man will – das Wort „Messerattacke“ in Google-News. Zur Stunde spuckt das Portal hierzu um die 137 000 Ergebnisse aus.

Lebensqualität in vielen westdeutschen Städten am Boden

Und wo viele solcher Straftaten passieren, da nimmt logischerweise auch die Lebensqualität ab. Apropos Lebensqualität: Viele Westdeutsche scheint es nicht zu stören, wenn in ihren Innenstädten mehr und mehr deutsche Geschäfte verschwinden und die meisten deutschen Kneipen schließen. Sie scheinen sich in einer Fußgängerzone, die fast nur noch aus Shisha-Bars, Dönerbuden und orientalischen Klamottenläden besteht, genauso wohl zu fühlen. Für den Sachsen undenkbar: Sich in der Innenstadt fast alleine als Deutscher zwischen orientalisch verhüllten Frauen, mürrisch drein blickenden arabischen Männern und laut gestikulierenden Schwarzen zu befinden.

Für diese Lebensrealität, die der Westen seit Jahrzehnten als „vielfältig“ deklariert, fehlt den meisten Ostdeutschen (nicht nur den Sachsen) jegliches Verständnis und sie finden solche Situationen auch nicht bunt, sondern oftmals abstoßend-bedrohlich. Dürfen sie ja auch. Gefühle sind immerhin noch nicht verboten.

Wie wohltuend wirken als Kontrast zu all den heruntergekommenen westdeutschen Städten die sächsischen Orte. Schmucke Häuser und ein gepflegtes Umfeld, wohin man auch schaut! Selbst die nicht ganz so gefragten Plattenbausiedlungen sind lange noch nicht so verwahrlost, wie ähnliche Siedlungen im helldeutschen Teil des Landes. Besucher, die erstmalig nach Leipzig oder Dresden kommen (Städte, die ein Großteil der Sachsen – zu Recht – schon als überfremdet und mit importierter Kriminalität aufwartend wahrnimmt), sind regelmäßig entzückt, wie sauber und homogen  es dort ist. Fährt man durchs ländliche Sachsen kommt man aus dem Stauen meist nicht mehr heraus: Schöne Dörfer und Orte, Sauberkeit, Freundlichkeit, Gepflegtheit allerorten. Dazu die herrliche Natur, die Wiesen-Landschaften, die tiefen Wälder, das Gebirge, die saftigen Heide-Auen, die glanzvollen Schlösser und Gutshäuser von einst, die einzigartige sächsische Kultur!

Der Sachse ist kommunikativ

Kommt man mit den Sachsen ins Gespräch, ist man in den meisten Fällen gleich auf Du und Du, Kommunikationsschwierigkeiten gibt es so gut wie gar nicht. Oftmals ist auch mit einem Blick oder Kopfnicken alles gesagt. Da muss nur ein Wort fallen. „Baerbock“ zum Beispiel….

Last but not least: Demokratie-Nachhilfe

Die würden all die Haltungs-Gestalten, Systemtrompeten, prekär an irgendwelchen staatlichen Fördertöpfen Hängenden und zugezogene Wessi-Doppelnamlerinnen den Sachsen gern geben, denn sie sind zutiefst davon überzeugt, dass die Menschen im Freistaat Demokratie nicht begriffen haben.

Und so schwingen sie sich sachsenweit dazu auf, irgendwelche Demokratie-Projekte abzuhalten. Diese hängen meist mit fraglichen Stiftungen zusammen und stoßen bei den Sachsen so gut wie nie auf Interesse. Oft findet sich die linksgrüne Blase nur selbst zu politischem Ringelpietz ein und beweihräuchert sich gegenseitig.

Kein Wunder: Will man wirklich der gestandenen Unternehmerin in Sachsen, die 1989 auf der Straße war, weismachen, dass es Demokratie ist, wenn sämtliche Altparteien und etablierte Medien einer Meinung sind? Will man ernsthaft behaupten, jemand der asylkritisch ist, ist ein Nazi? Will man sich wirklich mit der Einstellung, dass das Geschlecht nicht biologisch, sondern ein soziales Konstrukt ist, bei normal Denkenden lächerlich machen? Und womöglich zu seinem Gedöns noch mit einer Genderstern-Ansprache einladen?

Für Schwachsinn haben Sachsen keine Antenne

Ganz ehrlich: Für all dieses Gaga hat der Sachse nur ein müdes Lächeln übrig. Und: Es interessiert ihn schlichtweg nicht.

Warum auch? Wer die DDR überstanden hat oder zu einer Familie gehört, die unter den Betonkommunisten zu leiden hatte, an dem prallt das dummdreiste Geschwätz einer woken Twitterblasen-Clique ganz geschmeidig ab.

Ganz nach dem Motto: „Was juckt es die Eiche, wenn sich die Sau an ihr reibt?“

Bildnachweis: Privates Foto in Fotomontage mit Foto von E. Zacherl über stock.adobe.com
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Gerhard Peter
Gerhard Peter
22 Tage zuvor

Das ist ja endlos fortzuführen. Nirgendwo anders verleihen die Menschen so vehement Nachdruck ihrer Meinung auf der Straße. Es ist doch bald in jedem Dorf am Montag eine Demo, meist für die Grundrechte, für Gerechtigkeit, gegen Bevormundung, gegen die klar auf der Hand liegenden Politikverfehlungen. Die sagen, was sie denken gerade raus und haben dafür Argumente, die nicht wegzudiskutieren sind. Seit zig Jahren zu sehen in Dresden mit Pegida und zuletzt auch die Freien Sachsen und viele kleine Gruppierungen. Das hat sich jetzt einfach einmal gebündelt. Sowas kommt von sowas.

MistKiffer
MistKiffer
22 Tage zuvor

Wunderbar geschrieben und auf den Punkt. Danke!

Honeymoon27
Honeymoon27
22 Tage zuvor

Danke, daß das endlich mal jemand erkannt hat

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